Vom 26. Juli bis zum 2. August 2026 fanden auf der Anlage des TC Rot-Weiß Bliesheim die 22. bob-Open statt – und das erstmals in einem etwas veränderten Format. Das LK-Preisgeldturnier wurde in diesem Jahr auf eine Turnierwoche reduziert. Gleichzeitig gab es in den einzelnen Altersklassen zwei unterschiedliche Leistungskategorien: LK 5–17 sowie LK 17–25. Damit sollten sowohl ambitionierte Turnierspielerinnen und -spieler als auch Akteure mit höheren Leistungsklassen passende und möglichst ausgeglichene Konkurrenzen finden.

Ein kleiner Wermutstropfen blieb allerdings: Das geplante Jugend-Ranglistenturnier musste aufgrund zu geringer Meldezahlen leider abgesagt werden. Umso erfreulicher entwickelte sich der Erwachsenenbereich. Für das LK-Preisgeldturnier gingen insgesamt 94 Meldungen ein – gegenüber dem Vorjahr ein kleiner Aufschwung. Da einige der ausgeschriebenen Konkurrenzen letztlich nicht zustande kamen, konnten am Ende 87 Spielerinnen und Spieler tatsächlich an den Start gehen.

Besonders gefragt waren – wie schon in den vergangenen Jahren – einmal mehr die Herren 60. Allein in den beiden Feldern dieser Altersklasse gingen insgesamt 27 Meldungen ein.

Bei den Damen LK 5–17 standen sich im Finale die beiden topgesetzten Spielerinnen gegenüber. Bodil Koch vom HTC Blau-Weiß Krefeld hatte sich auf dem Weg ins Endspiel unter anderem mit 6:1/6:2 gegen Pia-Sofie Bletgen durchgesetzt. Auf der anderen Seite erreichte Lisa Eisenhuth vom TC Blau-Weiss Siegburg das Finale nach einem 6:1/7:6 gegen Naomi Astrid Assmann. Das Endspiel bot dann vor allem im zweiten Satz Spannung. Lisa Eisenhuth setzte sich schließlich mit 6:4/6:4 gegen Bodil Koch durch und sicherte sich den Titel. Die Nebenrunde der Damen LK 5–17 gewann Celina Kotnyek vom Kölner KHT Schwarz-Weiss. Im Finale traf sie auf Viola Müllejans vom TC RW Bliesheim, die sich zuvor mit 6:2/6:4 gegen Francesca Medici-Franz durchgesetzt hatte. Kotnyek entschied das Endspiel mit 6:2/6:2 für sich.

Bei den Herren LK 5–17 wurde zunächst in zwei Gruppen gespielt. Besonders erfreulich aus Bliesheimer Sicht: Ben Krämer gewann seine Gruppe ungeschlagen und zog ins Finale ein. Dort wartete mit Mateo Dargel Argote vom TC Rot-Weiss Hangelar ebenfalls ein ungeschlagener Gruppensieger. Dargel Argote erwischte im Endspiel den besseren Tag und holte sich mit 6:0/6:3 den Turniersieg.

Die Konkurrenz Herren LK 17–25 wurde in einer Fünfergruppe ausgespielt. Hier dominierte Leon Nolden vom TC Schwarz-Weiß Heimerzheim mit vier Siegen aus vier Begegnungen. Platz zwei ging an Lukas Gottschalk vom TC RW Bliesheim, der drei seiner vier Matches gewann.

Bei den Herren 40 LK 17–25 schaffte es mit Gregor Peikert ein weiterer Bliesheimer bis ins Endspiel. Sein Halbfinale gegen Thomas Buchenau – ebenfalls TC RW Bliesheim – war hart umkämpft: Nach 3:6 und 6:3 musste der Match-Tiebreak entscheiden, den Peikert mit 10:6 gewann. Sein Finalgegner Michael Koepping vom Dürener TV hatte zuvor Dirk Östreich vom TC RW Bliesheim mit 6:1/6:0 bezwungen. Das Finale zwischen Peikert und Koepping konnte aber leider nicht ausgetragen werden, da Michael Koepping nicht antreten konnte. Der Sieg ging damit kampflos an Gregor Peikert.

Die Nebenrunde der Herren 40 LK 17–25 entschied Christian Schilling vom TC Blau-Weiss Lechenich für sich. Im Finale besiegte er Herbert Wagner vom TC Rot-Weiß Weilerswist mit 6:1/6:3.

Ein hochklassiges Finale gab es bei den Herren 50 LK 5–17. Wie auch im Vorjahr standen sich Stephan Steinborn vom TC Blau-Weiss Lechenich und Eik Schönbörner von RTK Germania Köln gegenüber und lieferten sich ein enges Match. Nachdem Steinborn den ersten Satz mit 6:4 gewonnen hatte, schlug Schönbörner mit 6:3 zurück. Im entscheidenden Match-Tiebreak behielt Steinborn die Oberhand und sicherte sich mit 6:4/3:6/10:3 den Titel.

Auch die Nebenrunde Herren 50 LK 5–17 ging über die volle Distanz. Dieter Schiefer vom TC Rot-Weiß Weilerswist gewann gegen Stephan Jann vom TC Fredenbruch Brühl mit 6:2/3:6/10:5.

Das größte Feld der bob-Open gab es bei den Herren 60 LK 5–17. Hier kämpften 16 Spieler um den Einzug ins Finale. Am Ende standen sich Gert Klöttschen vom SC Schwarz-Weiss Friesheim und Michael Zolper vom TC Blau-Weiss Lechenich gegenüber. Klöttschen hatte auf seinem Weg ins Endspiel unter anderem den topgesetzten Christoph Borgmann in einem engen Match mit 3:6/7:6/10:5 bezwungen und ließ anschließend Erwin Dederichs beim 6:1/6:0 keine Chance. Zolper musste im Viertelfinale gegen Roland Prehm ebenfalls über den Match-Tiebreak gehen und setzte sich anschließend im Halbfinale mit 6:3/6:3 gegen Matthias Keuth durch. Im Finale zeigte Klöttschen dann noch einmal seine ganze Stärke. Mit einem deutlichen 6:1/6:0 gegen Michael Zolper sicherte er sich zum vierten Mal in Folge den Titel bei den Herren 60.

Die dazugehörige Nebenrunde Herren 60 LK 5–17 gewann Alexander Friedrichs vom TC Schwarz-Weiß Neu-Bottenbroich. In einem umkämpften Finale setzte er sich gegen Roland Prehm vom THC Brühl mit 6:2/2:6/10:6 durch.

Gleich mehrere Spieler des TC RW Bliesheim waren im Feld der Herren 60 LK 17–25 vertreten – und am Ende blieb der Titel sogar auf der heimischen Anlage. Im Finale traf Michael Neher vom TC RW Bliesheim auf seinen Vereinskollegen Dirk Harbecke. Neher hatte sich im Halbfinale mit 6:2/6:3 gegen Klaus Minning durchgesetzt, während Harbecke gegen Robert Baxmann über den Match-Tiebreak gehen musste. Das vereinsinterne Finale entschied schließlich Michael Neher mit 6:3/6:1 für sich. Damit gingen bei dieser Konkurrenz sowohl Platz eins als auch Platz zwei an den TC RW Bliesheim.

In der Nebenrunde Herren 60 LK 17–25 setzte sich Claus Schlebusch vom TC Burg Kendenich durch. Im Finale gewann er gegen Rolf Zilliken vom TC Blau-Weiss Lechenich mit 6:2/6:4.

Auch bei den Herren 70 konnten durch die neue LK-Aufteilung zwei Konkurrenzen angeboten werden. In der Klasse LK 5–17 wurden zunächst zwei Dreiergruppen ausgespielt. Hans-Günter Zens vom Dürener TV und Karl Gimnich vom THC Brühl blieben jeweils ungeschlagen und qualifizierten sich für das Endspiel. Dort zeigte Gimnich eine starke Leistung und sicherte sich mit einem deutlichen 6:1/6:1 den Turniersieg.

Die Herren 70 LK 17–25 spielten den Sieger dagegen direkt in einer Vierergruppe aus. Hier ging es ausgesprochen eng zu. Randolf Wollersheim vom Tennisclub Schwerfen und Peter Schwarz vom TC Blau-Gold Kommern kamen jeweils auf zwei Siege und eine Niederlage. Aufgrund der besseren Bilanz setzte sich schließlich Randolf Wollersheim an die Spitze der Tabelle und gewann die Konkurrenz.

Spannung bis zum letzten Punkt bot das Hauptfeld der Damen 50 LK 5–25. Angelika Bösche vom TC Fredenbruch Brühl und Doris Ensmann vom SV Erftstolz-Niederaussem erreichten das Finale. Während Ensmann ihr Halbfinale deutlich mit 6:2/6:0 gegen Silke Waiblinger gewann, musste Bösche gegen Iris Lux deutlich mehr kämpfen und setzte sich mit 6:3/7:5 durch. Das Finale wurde schließlich zu einem echten Krimi: Nach 6:3 für Bösche holte sich Ensmann den zweiten Satz ebenfalls mit 6:3. Die Entscheidung fiel im Match-Tiebreak – mit dem besseren Ende für Angelika Bösche, die mit 10:7 den Turniersieg perfekt machte.

Nicht weniger spannend verlief die Nebenrunde der Damen 50. Michaela Heller vom TTC Brauweiler und Margret Wolff vom TC Derichsweiler erreichten das Finale jeweils nach einem Match-Tiebreak. Und auch im Endspiel ging es erneut über drei Sätze beziehungsweise in den entscheidenden Match-Tiebreak. Michaela Heller setzte sich am Ende mit 3:6/6:3/10:6 durch.

Ranglistenturnier feiert erfolgreiches Comeback

Ein weiterer Höhepunkt der 22. bob-Open war das Damen- und Herren-Ranglistenturnier, das vom 30. Juli bis 2. August parallel zur Schlussphase des LK-Turniers ausgetragen wurde. Nachdem die Ranglistenkonkurrenzen im vergangenen Jahr aufgrund zu geringer Meldezahlen noch abgesagt werden mussten, war es umso erfreulicher, dass 2026 wieder zwei attraktive Felder zustande kamen. Vor allem bei den Herren konnte sich das Teilnehmerfeld sehen lassen: 31 Spieler waren im Tableau vertreten, darunter zahlreiche Akteure mit einer Platzierung in der Deutschen Rangliste.

Bei den Herren entwickelte sich ein hochklassiges Turnier, bei dem sich am Ende die beiden topgesetzten Spieler bis ins Finale vorkämpften. Der an Position eins gesetzte Luis Klaus vom TC Grün-Weiß Aachen, die Nummer 245 der Deutschen Rangliste, traf dort auf den an Position zwei gesetzten Finn Klemen vom Tennisclub Rodenkirchen, der als Nummer 264 geführt wurde.

Klaus hatte auf seinem Weg ins Finale unter anderem Ali Al Ahmad mit 6:3/6:2 bezwungen. Im Halbfinale traf er auf Niklas Doler, der die Partie beim Stand von 2:6 aus seiner Sicht verletzungsbedingt aufgeben musste. Auch das zweite Halbfinale zwischen Finn Klemen und Louis Eliah Knese fand ein vorzeitiges Ende: Beim Stand von 3:2 für Klemen musste Knese verletzungsbedingt aufgeben. Im Finale standen sich damit die beiden topgesetzten Spieler des Feldes gegenüber. Hier zeigte Luis Klaus noch einmal seine Klasse und sicherte sich mit einem deutlichen 6:2/6:0 gegen Finn Klemen den Titel bei den 22. bob-Open.

Kuparev gewinnt Damenkonkurrenz

Auch das Damen-Ranglistenturnier war mit mehreren hochplatzierten deutschen Ranglistenspielerinnen stark besetzt. Als klare Favoritin ging Anastasiya Kuparev vom Marienburger SC, immerhin Nummer 82 der Deutschen Rangliste, ins Turnier – und dieser Rolle wurde sie eindrucksvoll gerecht. Nach einem 7:5/6:0 gegen Leonie Flöth und einem deutlichen 6:1/6:1 im Halbfinale gegen Zoe Bleffert wartete im Endspiel Meike Erkes vom TC Blau-Weiss Neuss. Erkes hatte sich zuvor unter anderem gegen Nicole Ballach durchgesetzt und erreichte mit einem 6:3/7:6 das Finale. Dort entwickelte sich ein spannendes Endspiel. Kuparev gewann den ersten Satz mit 6:2, doch Erkes kämpfte sich zurück und entschied den zweiten Durchgang mit 7:5 für sich. Somit musste der Match-Tiebreak über den Turniersieg entscheiden. Hier behielt die Favoritin die Nerven: Mit 10:5 machte Anastasiya Kuparev den Titelgewinn perfekt und wurde ihrer Favoritenrolle als Nummer eins des Feldes gerecht.

Am Ende der 22. bob-Open fiel das Fazit rundum positiv aus. Spielerinnen und Spieler, Gäste und Organisatoren zeigten sich mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden. Neben den vielen spannenden Matches war es vor allem die besondere Atmosphäre, die die Turnierwoche einmal mehr auszeichnete.

Eine ganz besondere Rolle spielten in diesem Jahr erneut Harry Bochmann und Heinz Gerbrecht. Die beiden haben die bob-Open über viele Jahre begleitet, geleitet und entscheidend mit aufgebaut. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des TC RW Bliesheim entschieden sie sich, noch einmal gemeinsam die Turnierleitung zu übernehmen – und sorgten mit ihrer Erfahrung für einen reibungslosen Ablauf der gesamten Turnierwoche.

Mit Harry Bochmann ist zudem ein Name untrennbar mit der Geschichte der bob-Open verbunden. Mit seiner Firma bob-Systemlösungen unterstützt er das Turnier seit 30 Jahren als Hauptsponsor und hat damit maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Veranstaltung über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Turnierkalenders entwickeln konnte.

So endeten die 22. bob-Open nach einer intensiven Woche mit vielen zufriedenen Gesichtern. Volle Plätze, eine gut besuchte Terrasse, hochklassiges Tennis und eine tolle Stimmung auf der gesamten Anlage machten das Turnier gerade im Jubiläumsjahr des TC RW Bliesheim zu etwas Besonderem.